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Alles Meyer, oder was?

04 Jan 2014, Posted by Doppelt schmeckt besser in Auf Vorrat und zum Verschenken, Rezepte
Rezepte mit Meyer Zitronen

Meyer Zitronen sind eine Kreuzung aus Zitrone und Mandarine, und sie können sich irgendwie nicht entscheiden, was von beiden sie sein wollen. ;-) Die Meyer ist sauer wie eine Zitrone, aber eben mit einer “mandarinigen” Note. Wir kennen sie vom großen Schönbrunner Zitrusfrüchte-Posting auf Katharina Seisers esskultur-Blog, bekommen haben wir sie allerdings über eine Freundin vom Biohof Adamah (Leider sind sie inzwischen aus!). Den Saft von den Meyers, wo wir die Zesten verwendet haben, sowie einige Zitronenscheiben haben wir einfach so eingefroren. Weil wir über die Feiertage wenig zuhause waren, konnten wir nur wenig mit frischen Meyers anfangen. Und weil Ally Zitronen liebt, aber keine Zitronenmarmelade mag, haben wir sie anders und auf folgende Arten konserviert. Es geht ganz einfach los und wird ein bisschen schwieriger:

 

Zitronenzucker:

Einfacher gehts nicht! Hierfür haben wir einfach die Schale der Meyer Zitronen abgehobelt – Ally hat einen tollen neuen Hobel für Zesten, Ingwer & Co bei interio erstanden, der die Schalen nicht so zermatscht und auch nicht so langwierig in der Handhabung ist wie ein Zestenreißer. Die Zesten in eine flache Auflaufform oder ein Blech, Zucker in einem Glas abmessen und im Gefäß verteilen. Über mehrere Tage trocknen lassen und hin und wieder umrühren, damit nichts schimmeln kann. Dann wieder ins Glas einfüllen. Kann man auf Kuchen oder Desserts streuen. Auch einen besonderen Zuckerrand am Cocktailglas kann man damit machen.

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Zitronensalz:

Auch ganz einfach! Hierbei haben wir allerdings, weil das Salz auch gröber war als der Zucker, ein paar Meyer Zitronen mit dem Zestenreißer bearbeitet, weil der einfach schöne lange Zesten macht, und den Rest mit dem Hobel. Ebenfalls in eine Form oder auf ein Backblech streuen und trocknen lassen. Wir freuen uns vor allem auf Verwendung zu Fisch! Und Tomatensalat. Und in Hummus. Und … warum nicht auch Spargel und Zucchini? Und überhaupt überall, außer (vielleicht) in Kakao. ;-)

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Salzzitronen:

Vor allem in der marokkanischen und indischen Küche ein fixer Bestandteil. Und mit etwas Geduld auch leicht zu machen: Wir haben die Meyer Zitronen gewaschen und beide Enden abgeschnitten. Dann schneidet man in die Seite ein Kreuz, aber nicht ganz durch! In ein großes Einmachglas kommt mal soviel Salz, dass der Boden bedeckt ist. In die Öffnung der Zitronen drückt man jeweils einen Esslöffel Salz und stapelt sie in das Glas. Reinquetschen ist erlaubt! Obendrauf kommt nochmal Salz, dann Deckel zu und warten. Während der ersten paar Tage mehrmals täglich schütteln. Nach etwa vier Tagen, sofern die Zitronen nicht schon vom eigenen Saft bedeckt sind, mit zusätzlichem Saft auffüllen. Ab dann 3-4 Wochen in Ruhe lassen. Später kann man sie monatelang im Kühlschrank aufbewahren. Für die Verwendung einzeln entnehmen und Salz abspülen. Fein gehackt passen sie wunderbar in Currys, Tajines, Fleischgerichte, zu Fisch oder in Vinaigrettes.

Salz-Zitronen aus Meyer Zitronen

 

Lemon Curd:

Wir haben dafür mehrere Rezepte ergooglet und zwei verschiedene ausprobiert. Besser funktioniert dieses hier von Food in Jars, das wir hier gleich übersetzt und mit metrischen Maßen wiedergeben: In einer Schüssel, die auf einen kleinen Topf passt, haben wir 6 Dotter und etwa 120 Gramm Feinkristallzucker verquirlt. (Das ist 1/2 Cup, im Originalrezept wurde ein 1 Cup genommen. Wer es süß mag, sollte sich also eher daran halten.) Im kleinen Topf etwas Wasser zum Kochen bringen und die Schüssel in den Topf setzen. Dann den Saft von 3 Meyer Zitronen, von denen wir vorher die Schale abgehobelt haben, dazugießen und mit einem Holzlöffel 10-15 Minuten rühren, bis es fester wird. 115 Gramm Butter dazu, bis sie geschmolzen ist. Dann abseihen, damit geronnene Dotterstückchen rausgefiltert werden. Dann die Zesten dazumischen und in ein Glas füllen. Lemon Curd kann man auf Toast essen, als Creme in Kuchen verwenden oder – psst! – so naschen. :) Nachdem der Curd vom ersten Rezept sehr süß wurde, haben wir den zweiten weniger süß gemacht und werden ihn verwenden, wenn die anderen Zutaten süßer sind.

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