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Marillenfleck

 

Marillenfleck

29 Jul 2014, Posted by Doppelt schmeckt besser in Nachspeisen, Rezepte
Marillenfleck - Eine österreichische Mehlspeisen-Spezialität

Kürzlich haben wir uns bei der Rückfahrt aus dem Salzkammergut zu einem spontanen Abstecher in die Wachau entschieden. Und dabei nicht nur das Glück gehabt, auf den Feinschmeckertipp „Pulkers Heuriger“ zu treffen, sondern konnten auch nicht widerstehen, Fruchtsäfte und vor allem frische Wachauer Marillen mitzunehmen. In meiner Eigenschaft als „Herr der süßen Abteilung“ in unserem Haushalt habe ich mich gleich an einer Kindheitserinnerung versucht: Dem Marillenfleck. Dieser ist vielleicht weniger bekannt als der Zwetschkenfleck, aber ebenso unkompliziert und schnell zubereitet. Man braucht dazu insgesamt etwa 90 Minuten Zeit und folgende

Zutaten

  • ca. 20-25 Stück Marillen
  • 25g Germ
  • 100ml Milch
  • 3 Eidotter
  • 300g Mehl (glatt)
  • 1 Tl Vanillezucker
  • 30g Kristallzucker
  • 50g Butter
  • etwas Salz
  • Schale von einer halben Zitrone
  • etwas Marillenmarmeladeund für die Streusel
  • 200g Mehl
  • 100g Kristallzucker
  • 100g Butter
  • etwas Zimt

 

 Zubereitung

Zuerst löst man den Germ in lauwarmer Milch auf. Danach kommen die Eidotter, der Kristall- und Vanillezucker, die Zitronenschale sowie eine Prise Salz dazu. Das Ganze verrührt man nun mit erwärmter Butter zu einem glatten Teig, den man anschließend zugedeckt für 40-50 Minuten gehen lässt. Dazu kann man z. B. das Backrohr kurz auf 50 Grad vorheizen, abdrehen und den Teig bei halboffener Türe gehen lassen.

In der Zwischenzeit entkernt man die Marillen und schneidet sie in Spalten.
Für die Streusel erwärmt man die restliche Butter und verknetet sie mit Mehl und Zucker zu einer leicht klumpigen Masse.

Der Teig wird nun einfach auf Backpapier ausgerollt, mit Marillenmarmelade bestrichen und dicht mit den Marillen belegt. Anschließen gibt man die Streuselmasse und etwas Zimt darüber und gibt den Marillenfleck für ca. 35 Minuten bei 180°C in das Backrohr.

(Für unsere deutschen Besucher: Hier ist die Rede von einem „Aprikosenkuchen auf Germteig   (*) Hefeteigbasis“. Und die Zwetschgen schreiben sich in Teilen Österreichs mit „k“, also „Zwetschken“. Anmerkung der Redaktion 😉 )

(*) Danke für den Hinweis von Susanne!

  • susanne

    wachauer marillen ftw.. und das rezept klingt super einfach, obwohl ich meist zu faul für germteig bin.

    aber ich muss jetzt mal kurz den klugschei** modus einschalten.

    1) heißen aprikosen, wenn sie aus der wachau sind marillen. das ist geschützt.
    2) germteigbasis wäre rchtig hefeteigbasis
    3) könnte man auch datschi sagen.

    also: marillendatschi 😀

    • Jürgen

      hallo susanne,
      ist auch supereinfach – ich war selbst erstaunt. der teig ist in ein paar minuten erledigt; das aufwändigste ist da noch das schneiden der marillen 😉

      zum klugschei**modus (ich mag unsere blog-besucherInnen!):
      1) jahaaa. das stimmt natürlich, aber wenn jemand aus deutschland nun einen aprikosen-kuchen machen möchte, wird sie/er (vermutlich vorwiegend mangels wachauer marillen) auch zuerst nach selbigem suchen. und schließlich lässt sich das rezept auch mit aprikosen umsetzen 😉
      2) dagegen kann ich nun wirklich nix argumentieren! 🙂
      3) nein, aber das geht nun gar nicht. da will ich nicht dagegen argumentieren 😉

      somit bleibt es (korrigierter weise) ein „aprikosenkuchen auf hefeteigbasis“. ich hoffe, dass das o.k. geht für dich.
      (btw. ich mag auch die konsequente kleinschreibung)